Rede des Ersten Vorsitzenden der Magister George Körner Gesellschaft,
Bockau Edgar P. Nahrath , am 11.10. 2008 zum 10 Jährigen.
Herzlich heiße ich Sie, meine Damen und Herren zum 10 jährigen
der Magister George Körner Gesellschaft willkommen. Danke, dass Sie gekommen sind.
Vorab einiges Organisatorisches:
Nach Überreichung des Körner Preises besteht Gelegenheit für ein Grußwort,
anschließend dürfen wir Sie zu einem Imbiss in das Parterre einladen.
Nun begrüße ich, in der Hoffnung in der Eile niemand übersehen zu haben:
als erstes unseren Referenten und Preisträger Prof. Hengst und Gattin,
Bundestagsabgeordneten Baumann,
Landtagsabgeordneten Colditz und Krauß,
Bürgermeister Baumann,
Herrn Pfarrer Kottmeier,
als Vertreter der Sorben Frau Dr. Karich und Gatten,
die Vertreter des Lions Club aus Pilsen,
Jaroslav Kojzar und Viktor Korbel,
des Lions Clubs in Aue
die Leiterin des Museums Schneeberg und den Chef des Museums Aue Frau Krippner und Herrn Petermann.
einige unserer ersten ABM-Mitarbeiter,
ein Willkommen auch ihnen. dem neuem Mitglied Frau Falk.
Ich begrüße den Männerchor und die Vertreter des Bläserchors, die Holzhacker,Horst Dietel am Klavier
die Vertreter der örtlichen Vereine,
die Vertreter der Presse, des Kabeljournals.
Landrat Vogel, meine Damen u. Hr,. entschuldigte sich, wünscht uns, wie Bgm. Kohl aus Aue,
Bgm Leonhardt, Zschorlau sowie Bgm. Brandl, aus unserer Partnergemeinde Herrieden, weiterhin viel Erfolg;
die Bundesvorsitzende der Erzgebirgsvereine, Frau Dr. Gabriele Lorenz schickte ein Grußwort.
Friedlich, demokratisch, meine Damen und Herren, doch manchmal auch etwas turbulent gestalteten
sich die zurückliegenden 10 Jahre unseres Heimat- und Geschichtsvereins.
Es ging nicht immer alles glatt. Wie im Leben so war es auch bei uns.
Schlaglichtartig einiges in Kurzform aus dem ersten Jahrzehnt unseres Bestehens:
Die Körner Gesellschaft wurde am 10. August 1998 im Sachsenhof Bockau aus der Taufe gehoben.
21 Anwesende traten spontan bei. Heute haben wir über 50 Mitglieder.
In den ersten Vorstand wurden gewählt,
Ich, Edgar Nahrath als Erster Vorsitzender, Zweiter Vorsitzender wurde Gerhard Leichsenring,
der leider am 17.11.2002 verstarb; es folgte ihm Pfarrer Jochen Härtwig;
Schatzmeister – Jochen Schubert, ihm folgte 2000 der stellvertretende Bürgermeister Reiner Stein,
Schriftführer wurde Reinhard Laukner, heute ist es Gerda Georgi;
Beisitzer Bürgermeister Ludwig Teubner,
nun wird er noch unterstützt von Dieter Mildner und Egon Reinhold.
Letzterer feiert heute seinen 75. Geb., zu dem ich ihm von dieser Stelle herzlich gratuliere.
Wir hatten eine Vision, meine Damen und Herren.
Das Abrisshaus neben der Vitriolölhütte sollte gerettet werden. Wir wollten nicht,
dass das Bauer Haus einem Parkplatz weichen sollte. Wir verwirklichten mehrere Träume. Wie es geschah?
Weil wir dem Gemeinderat signalisierten, das Bauer Haus erhalten zu wollen, hat dieser am 30.6.98,
also vor unserer Gründung, einstimmig beschlossen, unserer Gesellschaft
das gesamte Objekt Auer Weg 13 zu übertragen. Es umfasste die nach der Wende für viel Geld
wiedererrichtete Vitriolölhütte und das desolate, uralte „Bauer-Haus“.
Wir begannen sofort nach aus der Taufehebung mit ABM-Kräften (ab.1.9.1998) im alten Handwerkerhauses
mit Sanierungsarbeiten. Im Gartenbereich legten wir ortstypische Natursteinmauern an
und schufen einen Zugang hinter dem Haus.
Einen Monat nach Gründung erfolgte die feierliche Enthüllung der Gedenktafel am alten Bauer-Haus,
das abgerissen werden sollte. Es geschah im Beisein von unserem Bürgermeister Ludwig Teubner,
von Bürgermeister Wolfgang Leonhardt, Zschorlau,
Landrat Karl Matko und Landtagsabgeordnetem Thomas Colditz sowie Presse und Fernsehen.
Neben der Bautätigkeit begannen wir mit ersten Vortragsveranstaltungen -
ohne mit ihnen dem sehr aktivem Erzgebirgszweigverein in die Quere zu kommen.
Nach dem Fußfassen nahmen wir unter Bezug auf George Körner Kontakt zur Domowina in Bautzen auf.
Bis heute besteht ein herzliches Verhältnis, auf das wir stolz sind. An mehreren Wurzelfesten
nahm jeweils eine Gruppe Sorben teil, heute sie es, Frau Dr.Karich. Danke, das Sie hier sind.
Am 3.Februar 1999 wurde beschlossen, ein Heimatbuch zu erstellen. Die Idee für das Körner- Buch,
ein Jahr nach Gründung, war geboren, dessen 12. Exemplar Ende November im größeren Format erscheinen wird.
Bei jedem Buch waren vor Drucklegung die Druckkosten durch Spenden gedeckt.
Der Verkaufserlös kommt der Kasse zugute.
Im Vereinsnamen, wie im Buchtitel, setzen wir der- in meinen Augen - größten Persönlichkeit,
die je in unserem Ort lebte, Pfarrer Magister Georg Körner (1717 – 1772) ein bleibendes Denkmal.
Er war Geistlicher, begründete die zweite Schule im Dorf, schuf die Bockauer Neujahrsbüchlein,
war Chronist und Heimatforscher und vergleichender Sprachforscher.
Außerdem verfasste er das erste sorbisch-deutsche Wörterbuch.
Im Jahr 2001 haben wir als Faksimile Körners „Bockauische Chronik“ herausgegeben.
Wir überreichten sie dem Leiter der Ratschulbibliothek Zwickau, Dr. Lutz Mahnke,
ein Exemplar erhielt Ministerpräsident Biedenkopf.
Wir veranlassten, dass George Körner in das Buch der Hundert sächsischen Köpfe aufgenommen wurde.
Nahezu in jedem unserer Hefte haben wir auf sein segensreiches Wirken hingewiesen.
Dank gebührt diesbezüglich insbesonders Ihnen, Herr Prof. Dr. Karlheinz Hengst.
Sie haben in vielen Artikeln unserer Schriftenreihe auf das Leben und Wirken dieses herausragenden
Wissenschaftlers hingewiesen, ihm darüber hinaus durch zahlreiche wissenschaftliche Publikationen
an anderen Stellen – auch in Zeiten der DDR ein Denkmal gesetzt.
Auch Sie sind, Herr Prof. Hengst, ich sags auf sorbisch, ein WUSA-HOWA-CY WEDO-MOST-NIK
(herausragende Wissenschaftler)
Wir kommen darauf zurück.
Der erste Band unserer Schriftenreihe erschien im November 1999. Wir überreichten feierlich dieses
wohl für Sachsen einmalige erste Heimat- und Geschichtsbuch Landrat Karl Matko.
An dem Brauch hielten wir auch stets in den Folgejahren fest.
Die nächsten Bände bekamen: Wolfgang Kraus, Bundesvorsitzender der Erzgebirgsvereine;
Hans-Jürgen Lücking, Konzernbeauftragter der Deutschen Bahn in Sachsen;
Ingrid Biedenkopf, Gattin des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen;
die Schlagersängerin Steffanie Hertel;
der Bürgermeister unserer Partnergemeinde Herrieden, Alfons Brandl;
die Leiterin des Kreisarchivs Aue, Steffi Rathe;
die Vorsitzenden der Industrie- und Gewerbevereinigung Aue e.V. Dr. Peter Koch und RA Lutz Lorenz;
der Präsident des FC Erzgebirge Aue, Uwe Leonhardt
und den Band 11 von 2007 überreichten wir dem herausragenden Trompeter aus Sosa,
Prof. Dr. Ludwig Güttler in Dresden.
Wir beteiligten uns an einigen Wurzelfesten mit eigenem Weinstand.
Wir regten 2001 die Erstellung des Körner Platzes neben dem Pfarrhaus in Bockau an.
Er wurde am 03. Juni feierlich eingeweiht.
Mehrere Jahre haben wir zu Ostern bzw. Weihnachten Verkaufsausstellungen durchgeführt,
die unserer Kasse zugute kamen.
Mit anderen wurde ich von Ladrat Matko 2002 für besonderes ehrenamtliche Engagement ausgezeichnet.
Ich nahm es für unsere Gesellschaft entgegen.
Im gleichen Jahr führten wir zwei Mundartsymposien durch.
Inzwischen hatten wir den Abriss des Bauer Hauses beschlossen.
Es war nieder und sollte durch einen Neubau ersetzt werden, nachdem ein Förderprogramm Geld zusagte.
Wir bauten trotz Bedenken vieler dies neue Haus.
Was wäre das Leben, wenn man keinen Mut hat, etwas zu riskieren?
Am 22.August 2003 feierten wir das Richtfest dieses Gebäudes, in dem Sie sich befinden.
Da gabs schon unsere Fahne und den hölzerne Bannerträger.
Die feierliche Einweihung erfolgte am 20. 2. 2004 im Beisein von Staatsminister Steffen Flath.
Die Mittel, die uns über das Interreg III Programm für den Neubau des Körner-Hauses zur Verfügung gestellt waren,
reichten jedoch nicht aus. Dank gebührt hier besonders Beate Bauer.
Sie half, dass wir uns im Interreg Programm zurechtfanden und überhaupt Geld bekamen.
So drücken einige Schulden den Verein, die aus dem Bauvorhaben Körner-Haus resultieren.
Die vorgeplanten Kosten wurden für uns überraschend bei weitem überschritten.
Wir verzweifelten nicht, denn nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.
Die so unerwartet auf unserer Gesellschaft liegenden Belastungen konnten wir jedoch durch Verhandlungen
und großzügiges Entgegenkommen der Kreissparkasse bezahlbar gestalten. Durch eigenes Tun schulterten wir sie.
Kein Problem wird gelöst, wenn man darauf wartet, dass sich andere darum kümmern. Wir gingen in die Spur.
An dieser Stelle möchten wir dem agilen Sparinstitut auch für die mehrfache Beteiligung an
Ausschüttungen aus der PS-Lotterie danken. Durch die Vermietung unserer Räume können wir mit dazu beitragen,
die Schuldenlast abzuzahlen.
Nicht nur im Interesse der Bank auch im Eigeninteresse lassen wir jährlich eine Bilanz erstellen.
Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass das Landratsamt uns ein Bußgeld auferlegte.
Unser Planer vergaß nämlich rechtzeitig Änderung in der Planung nach oben zu melden.
Na, was solls. Wir haben auch das Sperrfeuer mit dem Baustop (25.8.3) überstanden.
Zurecht sagte mal ein Weiser: Manchmal gewinnt man, auch wenn man verliert.
Manches wäre leichter gewesen, hätten uns die vom Gemeinderat zugesagten 9.500 Euro auch erreicht.
Allen Versprechungen zum Trotz erhielten wir das gemäß Gemeinderatsbeschluss zugesagte Geld bis heute nicht.
Als der Beschluss in einer Kampfabstimmung durchging, wäre das Geld noch da gewesen.
Es wird wohl nie zu einer AUSZAHLUNG kommen, da die Gemeinde heute nicht mehr in der Lage ist,
den Betrag aufzubringen. Unsere Gesellschaft passt nicht ins Konzept. Auch damit werden wir fertig.
Unser Vorhaben, den von uns ausgelobten Ideenwettbewerb in Bockau umzusetzen, scheiterte.
Es tat sich nichts. Wir konnten ihn uns doch nicht selbst überreichen?
Lieber Fehler riskieren, als Initiativen verhindern, sage ich immer.
In unserem Haus führten wir in den Jahren eine Menge Vortragsveranstaltungen durch.
Viele von ihnen hatten deutsch-tschechische Themen zum Inhalt.
Angeregt und umgesetzt wurden die Verbindungen nach Tschechien durch Uta Chiel, danke Uta!
und Alfred Zeischka, der leider 2005 verstarb.
Einiges zu diesem deutsch – tschechische Centrum.
Der LIONS-Club Plzen feierte am 1. Mai 2004 in diesem Raum die Partnerschaft
mit dem LC Aue-Schwarzenberg, dem Tage der EU-Erweiterung.
Immer wieder sind die Tschechen über unsere Internetseite erfreut,
die in Deutsch und Tschechisch den Verein vorstellt.
Von den tschechischen Freunden aus Pilsen erhielten wir 2004 das hier stehende Klavier.
Danke noch mal dafür, Jaroslav! Preiswert konnten wir über Euch in Tschechien
die hier stehende Bestuhlung kaufen, danke auch dafür.
Über den LIONS-Club Plzen verteilen wir von uns gesammelte Kleidung .
Zweimal im Jahr erscheinen die Plzener mit einem Klein-Lastwagen, um die Kleidungsstücke abzuholen.
Mindestens zweimal im Jahr führen Prof. Dr. Reiner Neubert und Uta Chmiel (früher Heyne),
beide Zwickau Lesungen durch. In deren Mittelpunkt stehen tschechische Dichter.
Danke ihr zwei, danke liebe Uta, danke, lieber Reiner! Ihr habt uns viele, viele genüßliche Stunden verschafft.
Nunmehr beherbergen wir im Körner-Haus, dem Deutsch-Tschechischen Zentrum,
zusätzlich das von Prof. Dr. Neubert begründete Sächsisch-Tschechische Literaturbüro.
2007 haben wir in einer Ausstellung des ersten tschechischen Nobelpreisträgers,
des Literaten Jaroslaw Seifert gedacht. Mit diesem deutsch-tschechischen Centrum tragen wir dazu bei,
dass trennende Schranken zwischen Nachbarstaaten überwunden werden.
Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.
Nun zu anderen Aktivitäten:
Selbst musikalisch trat unser Verein in Aktion.
In der Kirche spielte 2000 und 2008 Prof. Johannes Fischer, München, Werke von Beethoven;
das Schubert-Quartett aus Ingelheim war 2004 bei uns zu Gast;
2007 trat das Vokal-Ensemble HarmoNOVUS in unserem Haus auf.
Im gleichen Jahr präsentierten wir in Postkarten alte Ansichten von Bockau;
2008 zeigten wir in einer vielbeachteten Ausstellung Bilder von Claus Georgi.
Des Geburtstags des großen Reformators Martin Luther widmeten wir in diesem Jahr
zum Tag des Denkmals (an denen wir uns regelmäßig beteiligen) eine kleine Ausstellung.
Wir unterstützen das monatliche Frauentreffen, das hier im Haus stattfindet.
Wir erhielten den umfangreichen Nachlass von Hanns Berger. Er listete alle Häuser Bockaus auf.
Viele Besuchergruppen und Einzelpersonen konnten wir daneben in unserem Körner Haus begrüßen,
häufig von Dieter Mildner geführt. Danke Dieter für Deine Mühen!
Unter a. waren hier im Haus Ingrid Biedenkopf, die Gattin des ehemaligen Ministerpräsidenten,
die Minister Flath und Tillich, der jetzige Ministerpräsidenten des Freistaates, übrigens ein Sorbe,
Landrat Karl Matko, seinen Stellvertreter Frank Vogel – jetziger Landrat des neugebildeten Erzgebirgskreises,
die Bundestagsabgeordneten Baumann, die Landtagsabgeordneten Colditz und Krauß. .
Wir führen Sommerfeste durch, Silvesterfeiern, Hutznabnde und nun jeden Monat eine Vortragsveranstaltung,
nach dem es leider seit 2007 den Erzgebirgszweigverein Bockau nicht mehr gibt.
Auch dadurch kommt Geld in unsere Kasse.
Wir leisteten sehr viel in den zehn Jahren. Wir handelten nach dem Motto:
Nur der Geforderte kann über sich hinauswachsen.
Die auftauchenden Hindernisse nahmen wir nicht als unabwendbare Schicksalsschläge an.
Wir wuchsen an ihnen.
Unsere Aktionen finden sich alle, reich bebildert, in unseren jährlich gebundenen Chroniken wieder.
In Kurzform geben die zwei Gästebücher Auskunft. Alle Bände liegen aus. Ich empfehle sie sich anzuschauen.
Sie bieten einen lückenlosen Nachweis unserer Aktivitäten.
Ich behaupte, dass es all die von der Körner Gesellschaft an den Tag gelegten Aktivitäten,
die jährlichen frei finanzierten Heimatbücher, ein eigenes Vereinshaus, eine umfassenden Vereinschronik,
jeden Monat mindestens eine Veranstaltung, bei keinem anderen Heimatverein in Sachsen gibt.
Zwei Empfehlung habe ich.
Eine für unseren neuen Landrat: man sollte einen Kreisheimatverein gründen. In ihm würden alle
diesbezüglichen Kräfte zum Wohle der Geschichte unserer Region gebündelt.
Eine Empfehlung an unser starkes Sparinsitut: die Förderung des Sports ist wichtig. Doch, darf daneben
der Erhalt unserer Sprache und unserer Kultur vergessen werden? Wir sind das VOLK!
Was jedoch ist ein Volk, dessen Kultur nicht gepflegt wird?
Wir pflegen die erzgebirgische Kultur und handeln danach.
Wir versuchen Traditionen zu bewahren – und fortzuschreiben.
In Kurzform
Unser erstes Ziel, meine Damen und Herren, erreichten wir:
Das alte Handwerkerhaus abzureißen, und trotz Bedenken ein neues Haus zu bauen, es mit Leben zu füllen,
aus ihm dies deutsch-tschechisches Centrum zu schaffen. Wir nutzten die Zeit.
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen Windmühlen.
Sie, meine Damen und Herren stehen in einer solchen!
Das zweite Ziel setzten wir ebenfalls um:
Pfarrer Magister George Körner, einen Stern unseres Dorfes, ein bleibendes Denkmal zu setzten.
Er erhält in Form des heute durch uns erstmals verliehenen Körner Preis weiteren Glanz.
Nebenbei bemerkt: half Körner „aus der Ferne“ dass Bockau nun doch nicht seine Selbstständigkeit aufgibt
oder hörte man auf uns Mahnenden? Wir waren dagegen, dass Bockau zur Unzeit
nach Aue eingemeindet wird. Zum Glück besann man sich.
All unsere Aktivitäten kommen drittens unserem Dorf zugute, seinen Bewohnern, seinen Besuchern.
Die Körner Gesellschaft setzt Bockau ein weiteres Plus hinzu. Das geschieht, weil wir alle unseren
kleinen erzgebirgischen Ort lieben. Deswegen machen wir unsere Arbeit gerne.
Die heutige Feier zeigt dies. Der Verein steht hinter uns.
Eine Kette, ist so stark, wie ihr schwächstes Glied. Anders: Ein Kapitän leitet das Schiff.
Doch wenn die Mannschaft nicht mitzieht, läuft nichts.
Eine tolle Mannschaft steht hinter der Magister George Körner Gesellschaft.
Ich bin glücklich, ihr vorstehen zu dürfen.
Sicherlich ist die Zusammenarbeit mit mir nicht immer einfach. Ich habe nicht nur
eine schlecht leserliche Handschrift. Manchmal klettere ich mit sprunghaften Ideen -
wie mein Hund Bennie - durch die Zäune.
Dass mich mein Vorstand so nimmt, wie ich bin, dafür danke ich Euch ganz herzlich.
Insbesondere, dass Ihr mir stets den Rücken stärktet – und mich auf den Boden holtet,
wenn ich zu weit abhob.
Die rege Vereinstätigkeit der Körner Gesellschaft wäre nicht möglich,
würden sich nicht einige Mitglieder neben dem Vorstand für den Verein einsetzen.
Neben den Vorstandmitgliedern, möchte ich hier hervor heben unsere Damen:
Es haben sich seit dem Bestehen – selbstlos! – für die Körner Gesellschaft eingesetzt:
Gerda Georgi, Ursel Herrmann, Helga Nahrath-Runte, Hanna Reinhold, Christel Stein,
Friedegard Teubner und Karin Weiß. Danke, sage ich Euch von dieser Stelle. BLUMEN!!!
Meine Damen und Herren. Wir werden in Zukunft nicht bei dem Erreichten stehen bleiben.
Wer rastet, rostet oder treffender
Wer sich auf den Lorbeeren ausruht,
trägt sie an der falschen Stelle.
Ideen sind vorhanden. Davon dann an anderer Stelle, vielleicht in 10 Jahren?
Ihnen, meine Damen und Herren, danke ich für Ihr geduldiges Zuhören.
Lassen Sie uns nun gemeinsam das Glas erheben
auf den 10. Geb. der Magister George Körner Gesellschaft.
Zum Wohl!